▷ BPOL NRW: Frau steigt ins Gleis und verhindert Ausfahrt des Zuges/ Bundespolizei …

17.11.2021 – 09:49

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Herford (ots)

Am Dienstagnachmittag (16. November) versuchte eine 38-jährige Frau die Weiterfahrt der Eurobahn in Herford zu verhindern.

Die Zugbegleiterin der Eurobahn kontrollierte auf der Fahrt von Detmold nach Herford die nigerianische Dame. Hierbei stellte sie fest, dass das vorgezeigte Ticket für die Fahrtstrecke nicht gültig war. Daraufhin ist der Fahrschein als Beweismittel einbehalten worden. Damit war die Frau nicht einverstanden. Es entwickelte sich eine verbale Streitigkeit zwischen den Parteien. Um ihrem Unverständnis Nachdruck zu verleihen kletterte die Frau in das Gleis und stellte sich vor den abfahrbereiten Zug und verhinderte somit eine planmäßige Ausfahrt.

Durch Mitarbeiter der DB Sicherheit wurde die Dame aufgefordert das Gleis zu verlassen. Dieser Aufforderung kam sie auch nach. Der Zug ist aufgrund der Blockadeaktion nicht planmäßig ausgefahren und erhielt eine Verspätung von mehreren Minuten.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung und Betrugs gegen die Frau ein.
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass ein solcher Aufenthalt in den Gleisen nicht nur den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllt, sondern auch im höchsten Maße lebensgefährlich sein kann.

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Quelle :Blaulicht presseportal.de

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1 Kommentar

  1. Leider wird in dem Bericht der Bundespolizei ein entscheidendes Detail weggelassen. Ein weiteres Detail ist falsch dargestellt.
    Ich habe vor kurzem die in diesem Bericht genannte “Schwarzfahrerin” kennengelernt und von ihr den Vorfall geschildert bekommen. Zunächsteinmal hatte sie ein gültiges Tagesticket, das sie lediglich nicht entwertet hatte. Ein Hinweis darauf von der Kontrolleurin und die nachträgliche Entwertung hätte eine Eskalation sicherlich verhindert.
    Das fehlende Detail in dem Bericht der Bundespolizei ist, dass die Kontrolleurin in der Bahn nicht nur das angeblich ungültige Ticket einbehielt, sondern auch den Ausweis der Reisenden. Diesen hatte die Reisende ihr zur Notierung ihrer Personalien übergeben. Als die Kontrolleurin den Ausweis nicht zurückgeben wollte, protestierte die Reisende, woraufhin die Kontrolleurin sich mit dem Ticket und dem Ausweis in der Fahrzeugführerkabine einschloss. Ergänzend muss dazu gesagt werden, dass die Reisende einen Migrationshintergrund hat und das Einbehalten des Ausweises ein erneutes Trauma bei ihr auslöste. Weiterhin ist es rechtlich absolut unzulässig bei einer Ticketkontrolle einen Pass eines Reisenden einzubehalten. Laut einer bekannten Rechtsanwältin ist das aber gängige Praxis bei Reisenden mit Migrationshintergrund bei denen ein Bußgeld wegen eines ungültigen Tickets erhoben werden soll, da die Verkehrsgesellschaften befürchten die betreffende Person für die Zustellung des Bußgeldbescheides postalisch nicht mehr zu erreichen. Wenn man den Ausweis einbehält hat man wohl eher die Garantie, die betreffende Person wiederzufinden. Man kann hier daher denke ich durchaus von Racial Profiling sprechen.
    Schlussendlich wusste sich die im Bericht genannte Reisende nicht anders zu helfen, als an ihrem Zielbahnhof Herford aus dem Zug zu steigen und sich vor den Zug ins Gleis zu stellen um ihrer Forderung nach Herausgabe ihres Ausweises Nachdruck zu verleihen. Die daraufhin herbeigerufene Bundespolizei nahm der Kontrolleurin den Ausweis auch umgehend wieder ab und gab ihn an die Reisende zurück. Warum die Bundespolizei den Hergang des Vorfalls in ihrem Bericht allerdings dann so lückenhaft darstellte, kann ich nicht nachvollziehen. Auf jeden Fall entsteht dadurch ein völlig falscher Eindruck. Wer wäre schon so verrückt, sich wegen eines einbehaltenen ungültigen Tickets vor einen Zug zu stellen?!

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