Illegales Autorennen in München: Zwei BMW rasen mit mehr als 100 km/h durch Bogenhausen
Ein mutmaßlich illegales Autorennen in München-Bogenhausen hat für zwei junge BMW-Fahrer erhebliche Folgen. Die Männer beschleunigten ihre Fahrzeuge auf der Effnerstraße auf weit über 100 km/h, obwohl dort höchstens 60 km/h erlaubt sind. Eine Streife beobachtete die gefährliche Fahrt, stoppte die beiden Männer und stellte anschließend sowohl ihre Führerscheine als auch die Autos sicher.
Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 10. Juli 2026, gegen 22.30 Uhr. Zunächst bemerkten Beamte der Münchner Verkehrspolizei zwei BMW, die mit etwa 75 km/h durch das Stadtgebiet fuhren. Weil die Fahrzeuge bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich zu schnell unterwegs waren, behielt die Streife beide Wagen im Blick.
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BMW-Fahrer beschleunigen an roter Ampel
Kurze Zeit später hielten die beiden BMW an einer roten Ampel auf der Effnerstraße nebeneinander an. Als die Ampel auf Grün wechselte, beschleunigten beide Fahrer ihre Fahrzeuge stark. Anschließend rasten sie nach Angaben der Polizei mit weit über 100 km/h über die Straße.
Dort gilt allerdings eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Deshalb bestand nicht nur der Verdacht eines erheblichen Tempoverstoßes. Vielmehr werteten die Ermittler das gemeinsame Beschleunigen und die anschließende Fahrt als mögliches verbotenes Kraftfahrzeugrennen.
Gerade im Stadtgebiet können derartige Geschwindigkeiten für andere Verkehrsteilnehmer lebensgefährlich werden. Einerseits verlängert sich der Bremsweg erheblich. Andererseits bleibt den Fahrern deutlich weniger Zeit, um auf Fußgänger, Radfahrer oder andere Fahrzeuge zu reagieren.
Polizei stoppt beide Fahrzeuge in Bogenhausen
Die Streife schaltete daraufhin das Blaulicht ein und forderte die Fahrer zum Anhalten auf. Beide Männer folgten der Aufforderung und stoppten ihre BMW nach kurzer Zeit. Anschließend kontrollierten die Beamten sowohl die Fahrer als auch die Fahrzeuge.
Bei den Männern handelt es sich laut Polizei um einen 25-jährigen griechischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München sowie einen 22-jährigen Deutschen aus Ingolstadt. Während der Kontrolle entdeckten die Polizisten außerdem technische Veränderungen an beiden Autos.
Diese Umbauten hatten jeweils zum Erlöschen der Betriebserlaubnis geführt. Somit durften die beiden Fahrzeuge in diesem Zustand nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben für Fahrzeugumbauten bietet unter anderem das Bundesministerium der Justiz in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung.
Führerscheine und beide BMW beschlagnahmt
Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Beamten die Führerscheine der beiden Fahrer. Darüber hinaus stellten sie beide BMW sicher. Die Männer konnten ihre Fahrt daher nicht fortsetzen.
Gegen den 25-Jährigen und den 22-Jährigen laufen nun Ermittlungen. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Die weiteren Untersuchungen übernimmt die Münchner Verkehrspolizei.
Ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen kann auch dann vorliegen, wenn nur ein einzelner Fahrer versucht, eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Die rechtliche Grundlage enthält Paragraf 315d des Strafgesetzbuches. Abhängig vom Verlauf und den Folgen drohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen. Außerdem können Gerichte die Fahrerlaubnis entziehen und Fahrzeuge einziehen.
Ermittlungen zum mutmaßlichen Autorennen dauern an
Ob und in welchem Umfang sich die beiden Männer strafbar gemacht haben, müssen nun die weiteren Ermittlungen klären. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt für beide die Unschuldsvermutung.
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Quelle: Angaben des Polizeipräsidiums München, wiedergegeben in der regionalen Berichterstattung. Weitere internationale Polizeimeldungen finden Sie auf Police Report Worldwide.
