40-Jähriger in Rüsselsheim in Falle gelockt und mit Schusswaffe bedroht

29. Juli 2026

Überfall statt Date: 40-Jähriger in Rüsselsheim in Falle gelockt und mit Schusswaffe bedroht

Ein vermeintliches Kennenlernen über eine Dating-App endete für einen 40-jährigen Mann in Rüsselsheim mit einem Schock. Statt der erwarteten 19-jährigen Frau erschien am vereinbarten Treffpunkt ein bewaffneter Mann, der das Opfer mit einer Schusswaffe bedrohte und Geld forderte. Dem 40-Jährigen gelang es jedoch, rechtzeitig zu fliehen. Er blieb unverletzt.

Treffen über Dating-App endet mit bewaffnetem Überfall

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Mann in der Nacht zum Dienstag über eine Dating-App mit einer angeblich 19 Jahre alten Frau verabredet. Das Treffen sollte in der Alzeyer Straße in Rüsselsheim stattfinden. Kurz vor 2 Uhr erreichte der 40-Jährige den vereinbarten Ort.

Dort wartete allerdings nicht die junge Frau, sondern ein bislang unbekannter Mann. Dieser bedrohte den 40-Jährigen unmittelbar mit einer Schusswaffe und verlangte die Herausgabe von Bargeld. In der bedrohlichen Situation reagierte das Opfer geistesgegenwärtig und flüchtete. Der Täter ging dadurch leer aus.

Möglicher Komplize beobachtet

Während seiner Flucht bemerkte der Geschädigte in der Nähe des Tatortes einen weiteren Mann, der nach Einschätzung der Ermittler als möglicher Komplize des bewaffneten Täters in Betracht kommt. Beide Männer konnten anschließend unerkannt entkommen.

Die Kriminalpolizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen und bittet nun die Bevölkerung um Hinweise. Wer in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Alzeyer Straße beobachtet hat oder Angaben zu den Tatverdächtigen machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Polizei gibt Sicherheitstipps für Dating-App-Nutzer

Nach dem Vorfall erinnert die Polizei daran, erste Treffen mit Personen aus dem Internet möglichst an öffentlichen und gut besuchten Orten stattfinden zu lassen. Zudem empfiehlt sie, Freunde oder Familienangehörige vorab über das geplante Treffen zu informieren und persönliche Daten nur zurückhaltend preiszugeben.

Wer sich während eines Treffens unsicher fühlt oder feststellt, dass statt der verabredeten Person andere Personen erscheinen, sollte die Situation sofort verlassen und im Notfall umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigen.

Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen wegen des versuchten Raubüberfalls dauern derzeit an. Bislang konnten die beiden Tatverdächtigen nicht identifiziert werden. Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Fall schnell aufklären zu können.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus ganz Deutschland finden Sie auch auf Blaulicht Report MYK.

Weitere nationale und internationale Polizeinachrichten finden Sie außerdem auf Police Report Worldwide.

SYMBOLBILD