Schüsse bei Verkehrskontrollen

21. August 2026

Mehrere Polizisten verletzt

Bei zwei voneinander unabhängigen eskalierten Verkehrskontrollen in Ismaning und Braunschweig haben Polizeibeamte auf Fahrzeuge geschossen. In beiden Fällen sollen Autofahrer mit ihren Wagen auf Einsatzkräfte zugefahren sein. Mehrere Polizisten erlitten Verletzungen. Die Beamten nahmen beide Fahrer schließlich fest.

Verkehrskontrolle in Ismaning eskaliert

Der erste Vorfall ereignete sich am Donnerstag in Ismaning bei München. Dort fiel einer Polizeistreife gegen 16 Uhr ein 58-jähriger Autofahrer auf. Nach bisherigen Erkenntnissen soll dessen Fahrweise zuvor eine unbeteiligte Frau gefährdet haben.

Als die Beamten den Mann kontrollieren wollten, setzte er seine Fahrt fort. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und konnten das Fahrzeug schließlich stoppen. Doch der Fahrer weigerte sich offenbar, den Wagen zu verlassen.

Polizist von Auto erfasst

Die Situation spitzte sich weiter zu. Während einer der Polizisten einen Nothammer aus dem Streifenwagen holen wollte, soll der 58-Jährige mit seinem Fahrzeug losgefahren sein. Dabei erfasste er nach Angaben der Ermittler einen Beamten.

Daraufhin fielen mehrere Schüsse aus einer Dienstwaffe. Welcher der beiden beteiligten Polizisten geschossen hat, müssen die Ermittlungen noch klären. Der verletzte Beamte kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. Der Autofahrer blieb nach bisherigen Angaben unverletzt.

Der Mann setzte seine Flucht zunächst mit dem Auto und später zu Fuß fort. Die Polizei startete daraufhin eine umfangreiche Fahndung. Mehr als 80 Einsatzkräfte, ein Polizeihubschrauber und ein Diensthund beteiligten sich an der Suche.

Anwohner entdecken Flüchtigen in Garten

Schließlich entdeckten Anwohner den gesuchten Mann in einem fremden Garten und informierten die Polizei. Einsatzkräfte nahmen den 58-Jährigen dort fest. Nach Angaben der Behörden befand sich der bereits polizeibekannte Mann offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand.

Die Ermittler prüfen unter anderem den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung sowie eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Auch Verkehrskontrolle in Braunschweig endet mit Schüssen

Fast zeitgleich kam es in Braunschweig zu einem weiteren gefährlichen Polizeieinsatz. Auch dort eskalierte eine Verkehrskontrolle. Ausgangspunkt war nach bisherigen Erkenntnissen ein Fahrzeug, dessen Versicherungsschutz abgelaufen war.

Zwei Polizeibeamte wollten den Fahrer kontrollieren. Dieser soll jedoch trotz mehrfacher Ansprache nicht kooperiert haben. Ein Polizist setzte daraufhin einen Schlagstock gegen das Fahrerfenster ein, um Kontakt zum Mann herzustellen.

Fahrer soll auf Beamten zugefahren sein

Anschließend beschleunigte der Autofahrer seinen Wagen und fuhr nach Angaben der Polizei auf einen vor dem Fahrzeug stehenden Beamten zu. Nachdem der Wagen kurz gestoppt hatte, drohten die Einsatzkräfte mehrfach den Gebrauch ihrer Schusswaffen an.

Der Fahrer soll dennoch erneut beschleunigt haben. Daraufhin gaben die Polizisten zwei Schüsse auf das Fahrzeug ab.

Weitere Einsatzkräfte nahmen den Mann wenig später auf einem angrenzenden Parkplatz fest. Dabei leistete er nach Polizeiangaben Widerstand. Insgesamt erlitten bei dem Einsatz drei Polizeibeamte Verletzungen.

Zwei unabhängige Fälle innerhalb weniger Stunden

Zwischen den eskalierten Verkehrskontrollen in Ismaning und Braunschweig besteht nach aktuellem Kenntnisstand kein Zusammenhang. In beiden Fällen untersuchen die zuständigen Behörden nun detailliert den Ablauf und insbesondere den Einsatz der Schusswaffen.

Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen dauern an. Weitere Erkenntnisse zum genauen Ablauf können sich daher noch ergeben.