Bei der Bekämpfung von Sturzfluten voneinander lernen

Gruppenfoto von internationalen Teilnehmenden eines THW-Workshops auf einer Behelfsbrücke über die Ahr in Sinzig

Bei einem viertägigen Workshop haben sich THW-Einsatzkräfte mit internationalen Fachkräften des algerischen, marokkanischen und tunesischen Katastrophenschutzes zum Umgang mit Starkregen und Sturzfluten ausgetauscht. Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Ahrtal.

Über die Bekämpfung der Folgen von Starkregen und Sturzfluten haben sich in der vergangenen Woche internationale Expertinnen und Experten des Zivilschutzes bei einem THW-Workshop in Remagen ausgetauscht. An der viertägigen Veranstaltung im Rahmen des EU-finanzierten Projekts „European Neighbourhood Policy – Civil Protection“ (ENP-CP) nahmen rund 30 Fachkräfte teil, die überwiegend aus Algerien, Marokko und Tunesien anreisten. Ziel des Projekts ist es, den Bevölkerungsschutz mit den Partnerorganisationen zu stärken und internationale Netzwerke aufzubauen.

Gemeinsam mit Partnerorganisationen des EU-Katastrophenschutzverfahrens (UCPM) aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Rumänien und Spanien fördert das THW in leitender Funktion einen internationalen Austausch. Auf der Tagesordnung des Workshops standen die Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen EU-Projekts TaFF („Tackling Consequences of extreme Rainfall and Flash Floods“), wobei es sich um eine Toolbox für Einsatzkräfte zur Vorbereitung auf Starkniederschläge und Sturzfluten handelt. Zudem gab es auch Gastvorträge von der Universität Bonn, von Experten aus Portugal und Erfahrungsberichte von THW-Einsatzkräften. Außerdem berichteten die Teilnehmenden selbst von Einsätzen und Übungen in ihren jeweiligen Heimatländern.

Exkursion ins Ahrtal

Wie sich der Einsatz des THW nach einem Flutereignis gestaltet, verdeutlichte ein Besuch im Ahrtal am dritten Tag des Workshops. An vom Hochwasser besonders schwer getroffenen Orten zeigte das THW, wo bis heute deutliche Spuren der Katastrophe zu sehen sind – und wo das THW innerhalb von kürzester Zeit Hilfe geleistet hat. Die Exkursion durchs Ahrtal führte die Gruppe unter anderem nach Sinzig, wo sie die temporäre Fußgängerbrücke als Ersatz für den während der Flutkatastrophe zerstörten Christinensteg besichtigte.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler sahen sich die Teilnehmenden einen weiteren neuen Übergang an, der innerhalb nur weniger Tage errichtet wurde. Besonders eindrücklich für die Gäste: Begleitet wurde die Exkursion von THW-Helferinnen und -Helfern, die selbst bei der Katastrophe im Sommer 2021 im Einsatz waren. Vor welchen Herausforderungen die Einsatzkräfte gestellt wurden, erfuhren die Projektpartner/innen somit aus erster Hand. Neben dem Besuch im Ahrtal haben sie in Gruppenarbeiten ihr Fachwissen erweitern können und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle “THW” für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Original Quelle: THW Deutschland

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