BPOL NRW: Gefährliche Mutprobe oder einfach überrascht worden? – Bundespolizei sucht …

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Porta Westfalica/Bad Oeynhausen (ots)

Am Sonntagmittag (19. Juni) erhielt die Leitstelle der Bundespolizei in Münster die Meldung, dass sich im Bereich Porta Westfalica auf der Fahrtstrecke zwischen Bad Oeynhausen und Minden drei Jugendliche im Gleis aufhielten.

Da der mit circa 155 km/h fahrende Regionalexpress 6 eine Notbremsung einleiten musste und dabei einen Schlag verspürt hat, war es zu diesem Zeitpunkt noch unklar, ob es einen Zusammenstoß gab.

Die eingesetzten Einsatzkräfte der Bundespolizei aus Bielefeld und der Feuerwehr Porta Westfalica konnten nach Absuche des gesamten Bereichs (circa 600 Meter!), auch unter Zuhilfenahme einer Wärmebildkamera, einen Personenunfall ausschließen.

Nach ersten Erkenntnisse fuhr der Zug auf die Gruppe zu. Bei Erkennen der Gefahr setzte der Triebfahrzeugführer einen sogenannten Achtungspfiff ab, worauf zwei der drei Jugendlichen unmittelbar das Gleis verließen. Der Dritte blieb zunächst stehen, schaffte aber es noch rechtzeitig aus dem Gleisbereich heraus. Ob es sich nun hierbei um eine Mutprobe handelte oder die vermutlich Jugendlichen schlichtweg überrascht wurden, ist Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Glücklicherweise kam es zu keinem Unglücksfall, denn in der Regel verlaufen derartige Unfälle tödlich. Durch den Einsatz wurde die Strecke für insgesamt circa anderthalb Stunden gesperrt. Es kam zu erheblichen Auswirkungen auf den Bahnbetrieb. Fahrgäste wurde durch die Notbremsung nicht verletzt.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und fragt in diesem Zusammenhang:
Wer hat im Bereich Vennbecker Straße//Dammweg Personen an der Bahnstrecke gesehen, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten? Hinweise nimmt die Bundespolizei unter 0800 – 6 888 000 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Weiterhin warnt die Bundespolizei vor den Gefahren:
Züge befahren diese Streckabschnitt mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an dem Gleis befindliche Personen und Gegenstände in Bewegung geraten, sowie angesaugt werden. Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg und nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug – selbst mit über 200 Stundenkilometern – ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Münster
Pressestelle
Tobias Bußkamp
Telefon: +49 (0) 251 97437 – 1013
E-Mail: presse.ms@polizei.bund.de
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Internet: www.bundespolizei.de

Bahnhofstr. 1
48143 Münster

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Quelle :Blaulicht presseportal.de

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