Modelagent Daniel Siad tot aufgefunden – enge Verbindungen zu Jeffrey Epstein
Ein französischer Modelagent, der als enger Kontaktmann des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein galt, ist tot. Der 69-jährige Daniel Siad wurde in seinem Wohnhaus in Colombes bei Paris leblos aufgefunden. Weil die genaue Todesursache bislang nicht feststeht, hat die französische Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet.
Der Tod des Modelagenten sorgt auch deshalb für großes Aufsehen, weil französische Ermittler schwere Vorwürfe gegen ihn prüften. Siad soll über Jahre hinweg Frauen und junge Models an Jeffrey Epstein vermittelt haben. Allerdings bestritt der 69-Jährige die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen.
Daniel Siad wurde in seinem Haus bei Paris gefunden
Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde Daniel Siad bereits am Montagabend tot in seinem Haus in Colombes entdeckt. Die Gemeinde liegt nordwestlich von Paris. Anschließend leiteten die Behörden ein Verfahren ein, um die genauen Umstände seines Todes zu klären.
Eine Obduktion soll nun weitere Erkenntnisse liefern. Bislang machten die Ermittler keine Angaben dazu, ob sie von einem natürlichen Tod, einem Unglück oder einer anderen Ursache ausgehen. Deshalb sollten Spekulationen über die Todesumstände vermieden werden.
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Modelagent soll Frauen an Jeffrey Epstein vermittelt haben
Daniel Siad geriet aufgrund seiner Kontakte zu Jeffrey Epstein in den Fokus der Ermittler. Sein Name tauchte wiederholt in veröffentlichten Unterlagen rund um den Epstein-Komplex auf. Den bisherigen Berichten zufolge soll der Modelagent Frauen in mehreren Ländern angesprochen und anschließend Kontakte zu Epstein hergestellt haben.
Die französische Justiz untersuchte deshalb unter anderem den Verdacht des Menschenhandels. Darüber hinaus erhoben mehrere Frauen Vorwürfe wegen sexueller Gewalt gegen Siad. Eine rechtskräftige Verurteilung gab es jedoch nicht. Bis zu seinem Tod galt daher die Unschuldsvermutung.
Der 69-Jährige war von den zuständigen Ermittlern offenbar noch nicht offiziell vernommen worden. Gleichzeitig erklärte er in der Vergangenheit, er wolle seine Sicht der Dinge schildern. Zudem behauptete er, Epstein habe sein Vertrauen ausgenutzt.
Jeffrey Epstein starb 2019 in einer Gefängniszelle
Jeffrey Epstein pflegte über Jahre hinweg Kontakte zu einflussreichen Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Unterhaltung. Bereits 2008 wurde er in den USA wegen Sexualdelikten verurteilt. Trotzdem bewegte er sich auch danach weiterhin in wohlhabenden und einflussreichen Kreisen.
Im Juli 2019 nahmen US-Behörden Epstein erneut fest. Ihm wurde vorgeworfen, minderjährige Mädchen sexuell ausgebeutet und ein weitreichendes Netzwerk aufgebaut zu haben. Noch bevor es zu einem Prozess kam, fand man den damals 66-Jährigen im August 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York. Die Behörden stuften seinen Tod offiziell als Suizid ein.
Auch die Modelbranche steht seit Jahren in der Kritik
Die Ermittlungen rund um Epstein führten immer wieder in die internationale Modelbranche. Dabei entstand der Verdacht, dass jungen Frauen angebliche Karrierechancen versprochen wurden, um Kontakte herzustellen. Viele dieser Vorwürfe sind weiterhin Gegenstand juristischer und journalistischer Untersuchungen.
Auch der französische Modelagent Jean-Luc Brunel galt als enger Geschäftspartner Epsteins. Französische Behörden nahmen ihn im Jahr 2020 fest. Brunel wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Im Februar 2022 wurde er tot in einer Pariser Gefängniszelle gefunden.
Obduktion soll Todesursache von Daniel Siad klären
Nach dem Tod von Daniel Siad steht nun vor allem die Frage nach der Todesursache im Mittelpunkt. Erst die Ergebnisse der Obduktion könnten zeigen, woran der 69-Jährige starb. Die Staatsanwaltschaft hat bislang keine Hinweise veröffentlicht, die auf ein Verbrechen schließen lassen.
Gleichzeitig dürfte sein Tod die Aufarbeitung möglicher französischer Verbindungen zum Epstein-Netzwerk erschweren. Da Siad noch nicht umfassend vernommen worden war, bleiben möglicherweise zentrale Fragen unbeantwortet. Die Ermittlungen zu weiteren beteiligten Personen und den Strukturen hinter dem Missbrauchskomplex laufen jedoch unabhängig davon weiter.
Quellen: BR24, Anadolu und internationale Agenturberichte.
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