Mehr als 1.000 gefährliche Gegenstände an Berliner Bahnhöfen sichergestellt

30. Juli 2026
Im Rahmen des zurückliegenden Schwerpunkteinsatzes während der Allgemeinverfügung durch Einsatzkräfte der Bundespolizei Berlin festgestellte und sichergestellte gefährliche Gegenstände.

Bundespolizei zieht positive Bilanz: Mehr als 1.000 gefährliche Gegenstände an Berliner Bahnhöfen sichergestellt

Umfangreiche Kontrollen sorgen für mehr Sicherheit im Bahnverkehr
Die Bundespolizei bewertet das zeitlich befristete Mitführverbot für Waffen und gefährliche Gegenstände an Berliner Bahnhöfen als Erfolg. Während der viereinhalbmonatigen Geltungsdauer kontrollierten die Einsatzkräfte tausende Reisende und stellten dabei mehr als 1.000 gefährliche Gegenstände sicher. Darüber hinaus wurden zahlreiche Straftaten aufgedeckt und offene Haftbefehle vollstreckt.
Nach Angaben der Bundespolizei trugen die Maßnahmen dazu bei, die Sicherheit im Bahnverkehr zu erhöhen und das Risiko schwerer Gewalttaten zu reduzieren.

Über 17.000 Kontrollen und mehr als 1.000 Sicherstellungen
Das Mitführverbot galt an insgesamt 15 stark frequentierten Bahnhöfen in Berlin sowie am Potsdamer Hauptbahnhof. Neben den ohnehin verbotenen Waffen untersagte die Allgemeinverfügung auch das Mitführen weiterer gefährlicher Gegenstände wie Tierabwehrsprays oder Schlagwerkzeuge, sofern diese gegen Menschen eingesetzt werden können.
Im Zeitraum der Kontrollen überprüften Bundespolizistinnen und Bundespolizisten insgesamt 17.318 Personen. Dabei wurden bei 905 Personen insgesamt 1.011 gefährliche Gegenstände sichergestellt oder beschlagnahmt.
Die Bilanz im Überblick:
469 Messer
280 Reizstoffe, darunter Tierabwehrsprays
80 Hiebwaffen
30 Schuss- und sonstige Waffen
138 Schlag- und Stichgegenstände
14 pyrotechnische Gegenstände

Zahlreiche Verstöße und Fahndungserfolge
Neben den Waffenfunden registrierten die Einsatzkräfte insgesamt 318 Verstöße gegen die Allgemeinverfügung. Hinzu kamen 509 Verstöße gegen das Waffengesetz beziehungsweise gegen die in Berlin geltende Waffen- und Messerverbotszone im öffentlichen Nahverkehr.
Die Kontrollen führten außerdem zur Aufdeckung von insgesamt 1.818 weiteren Straftaten. Besonders häufig handelte es sich um:

457 Gewaltdelikte
308 Betäubungsmitteldelikte
285 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz
Darüber hinaus erzielten die Beamtinnen und Beamten 2.041 Fahndungstreffer. In 211 Fällen konnten offene Haftbefehle vollstreckt werden.

Bundespolizei sieht Sicherheitsgewinn
Nach Einschätzung der Bundespolizei haben Gewalttaten im Bahnbereich in den vergangenen Jahren an Intensität zugenommen. Insbesondere der Einsatz von Messern, Reizstoffen oder Schlaggegenständen führte immer wieder zu schweren Verletzungen von Geschädigten.
Mit den verstärkten Kontrollen und dem zeitlich befristeten Mitführverbot sollte das Risiko solcher Taten reduziert werden. Die Bundespolizei bewertet die Maßnahme deshalb insgesamt als erfolgreich und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnhöfen und im Bahnverkehr.