Messerangriff in Hamburg-St. Georg

20. August 2026

34-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Hamburg. Bei einem schweren Messerangriff in Hamburg-St. Georg hat ein Mann am Dienstagvormittag einen 34-Jährigen lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter flüchtete nach der Auseinandersetzung mit einem Fahrrad. Die Mordkommission der Hamburger Polizei ermittelt und sucht dringend nach Zeugen.

Die Tat ereignete sich am Dienstag, 18. August 2026, gegen 10.30 Uhr im Bereich des Besenbinderhofs. Nach Angaben der Polizei Hamburg gerieten zwei miteinander bekannte Männer zunächst in einen Streit.

Messerangriff in Hamburg-St. Georg eskaliert im August-Bebel-Park

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen kam es im Bereich des August-Bebel-Parks zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Im weiteren Verlauf soll der Angreifer mehrfach mit einem Messer auf den 34-Jährigen eingestochen haben.

Der Mann erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Anschließend verließ der Tatverdächtige den Tatort und fuhr mit einem Fahrrad in Richtung des Bahnhofs Berliner Tor davon.

Ein ähnlicher Messerangriff in Hamburg-St. Georg beschäftigte die Ermittler bereits im Februar 2026. Auch damals erlitt ein Mann lebensgefährliche Verletzungen.

34-Jähriger musste notoperiert werden

Rettungskräfte kümmerten sich unmittelbar nach der Tat um den Schwerverletzten. Ein Notarzt begleitete den Transport in ein Krankenhaus. Dort unterzogen Ärzte den 34-Jährigen einer Notoperation.

Inzwischen gibt es eine positive Nachricht: Nach Angaben der Polizei schwebt der Mann nicht mehr in Lebensgefahr.

Polizei fahndet nach flüchtigem Tatverdächtigen

Die Polizei leitete nach dem Messerangriff in Hamburg-St. Georg umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Mehrere Funkstreifen suchten nach dem Flüchtigen. Bislang konnten die Einsatzkräfte den Tatverdächtigen jedoch nicht antreffen.

Zum Zeitpunkt der Tat soll der gesuchte Mann ein rotes Oberteil sowie eine kurze blaue Jeans getragen haben. Weitere Einzelheiten zur Identität des Tatverdächtigen veröffentlichte die Polizei zunächst nicht.

Auch in anderen Fällen ermittelte die Hamburger Mordkommission bereits nach schweren Gewalttaten. Dazu gehören ein früheres versuchtes Tötungsdelikt in Hamburg-St. Georg sowie ein versuchtes Tötungsdelikt in Hamburg-St. Pauli.

Mordkommission LKA 41 übernimmt Ermittlungen

Die Mordkommission des Landeskriminalamtes Hamburg (LKA 41) führt die Ermittlungen. Dabei arbeitet sie eng mit der für Kapitaldelikte zuständigen Abteilung der Staatsanwaltschaft Hamburg zusammen.

Nach bisherigen Erkenntnissen rechnen die Ermittler beide beteiligten Männer der örtlichen Betäubungsmittelszene zu. Welche Hintergründe konkret zu der Auseinandersetzung führten, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Auch nach anderen schweren Fällen in Hamburg suchte die Mordkommission öffentlich nach Hinweisen. So ermittelten die Beamten beispielsweise nach einem Leichenfund an einem Golfplatz in Hamburg-Rissen und nach einem Tötungsdelikt im Hamburger Stadtpark.

Polizei bittet Zeugen um Hinweise

Die Ermittler suchen Personen, die den Streit oder die anschließende Flucht beobachtet haben. Besonders wichtig sind Hinweise zum Tatverdächtigen oder zu dessen Fluchtrichtung.

Zeugen können sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg melden. Hinweise nimmt außerdem jede Polizeidienststelle entgegen.

Weitere aktuelle Blaulichtmeldungen gibt es auch bei Blaulicht Deutschland.

Quelle: Polizei Hamburg, Mitteilung vom 18. August 2026. Die Ermittlungen dauern an.

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