Pontonboote und mehr – das THW auf der INTERSCHUTZ

Das Pontonboot-System transportiert selbst schwerste Lasten sicher.

Egal ob digital oder analog – technische Innovationen stellen sicher, dass das THW auch künftig jede Herausforderung bewältigen kann. Auf der INTERSCHUTZ präsentiert das THW Neuheiten von Pontonboot bis Suchroboter.

In Zeiten des Wandels reicht es nicht, Schritt zu halten. Man muss vorauseilen. Das THW kombiniert daher die Potentiale der Digitalisierung mit den Ergebnissen der Katastrophenforschung und stellt sich für die Zukunft auf. Neben der Weiterentwicklung der Einsatzmittel in der analogen Welt gehören mittlerweile auch viele digitale Tools in den Werkzeugkasten der Helferinnen und Helfer.

Sicher und zuverlässig auf dem Wasser

Nach drei Jahren Entwicklungsarbeit mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft konnte das THW vergangenes Jahr den Prototypen des neues Pontonboot-Systems der Öffentlichkeit vorstellen. Dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen denjenigen, die das System entwickeln und jenen, die es später in der Praxis bedienen, ist das neue System genau auf die Bedürfnisse einer Einsatzorganisation zugeschnitten.

Die vier mal acht Meter langen Pontonboote lassen sich modular verbinden und als Arbeitsplattform nutzen. Von dort können THW-Kräfte beispielsweise Ölsperren auslegen und Taucheinsätze starten, Einsatzstellen ausleuchten oder Menschen in Sicherheit bringen.

Ein besonderer Clou: Im Unterschied zu den aktuell eingesetzten Pontonbooten können Einsatzkräfte mit dem neuen System sogar extrem schwere Lasten über Wasser transportieren. So können nun auch sperrige Maschinen wie Bagger sicher zur Einsatzstelle befördert werden. Eines dieser Module ist auch auf der INTERSCHUTZ ausgestellt.

In jedem Element zuhause

Nicht nur im Wasser, auch am Boden und in der Luft setzt das THW neue Maßstäbe. Unter Leitung des THW entwickelt ein EU-Projekt zurzeit Suchroboter, mit denen Einsatzkräfte auch in unwegsamen Geländen nach Verschütteten suchen können. Auf der INTERSCHUTZ zeigen die kleinen Lebensretter beim Manövrieren auf einem eigens aufgebauten Mini-Trümmerfeld, was in ihnen steckt.

Bereits Serienreife erlangt haben die Drohnen des THW. Erfahrungen aus jüngeren Einsätzen wie der Starkregen-Einsatz vergangenen Sommer zeigen, dass sie eine wertvolle Unterstützung bei der Erkundung von Katastrophengebieten und der Suche nach Vermissten sind.

Diese und andere Neuerungen basieren auf neusten Forschungsergebnissen. Im Unterschied zur sterilen Laborumgebung erfolgt diese im THW auch unter Einsatzbedingungen. Dieses sogenannte „Reallabor“ soll die Entwicklung neuer Ansätze und Technologien vorantreiben und den Helferinnen und Helfern Werkzeuge an die Hand geben, die im Einsatz einen deutlichen Mehrwert bieten. Ganz praktisch davon überzeugen können sich die Gäste auf dem INTERSCHUTZ-Stand des THW. Mithilfe von VR-Brillen lernen sie, wie Einsatzkräfte im „Deichverteidigungs-Simulator“ das Finden, Erkennen und Dokumentieren von Schäden an einem virtuellen Deich üben.

Virtuell im Einsatz

Einsätze finden aber längst nicht mehr nur in der „echten Welt“ statt, sondern auch im Netz. Je unklarer die Lage, desto mehr Raum gibt es für Fehlinformationen. Andererseits lassen sich online häufig wertvolle Informationen finden. Je schneller diese an die Einsatzleitung gelangen, desto effektiver können die Einsatzkräfte vor Ort helfen.

Für das THW behält daher das VOST, das Virtual Operations Support Team, den Cyberraum im Blick. Die Ehrenamtlichen dieser Gruppe analysieren die sozialen Medien im Einsatzgeschehen. Sie verifizieren Informationen, filtern Fake News und weisen die Einsatzleitung auf wichtige Trends hin. Wenn die sozialen Netzwerke heiß laufen, behalten sie einen kühlen Kopf und das THW den Überblick.

Auf der INTERSCHUTZ informiert das Team das Fachpublikum über seine Arbeit und gibt Einblicke in seine Arbeit. Positives Signal für die Zukunft: Mittlerweile ist das VOST auf rund 50 engagierte Mitstreitende angewachsen.

Kommunikation ist alles

Auch abseits der sozialen Netzwerke ist Kommunikation ein entscheidender Faktor. Seit etwa anderthalb Jahren gibt es dafür den Messenger hermine@THW. Die hauseigene Plattform bietet den bislang rund 36.000 angemeldeten THW-Angehörigen die Möglichkeit, sensible Einsatzinformationen sicher zu teilen. Helferinnen und Helfer können Bilder von Einsatzstellen oder ihren Standort ohne Umwege vom Handy direkt zur Einsatzleitung schicken. Auch Verfügbarkeiten, Dienstpläne oder kurzfristige Absprachen lassen sich dank hermine schnell und unkompliziert teilen. Das sorgt für Durchblick und spart mitunter wertvolle Zeit.

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle “THW” für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Original Quelle: THW Deutschland

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