SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln

19. August 2026

SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln: Polizei jagt mutmaßlichen Café-Schützen

Ein SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln hat am Mittwochmorgen für Aufsehen gesorgt. Spezialkräfte rückten in die Gropiusstadt aus und durchsuchten eine Wohnung an der Lipschitzallee. Dort vermuteten die Ermittler einen 22-jährigen Mann, der im April auf ein Café an der Hermannstraße geschossen haben soll.

Allerdings trafen die Einsatzkräfte den Gesuchten nicht an. Die Wohnung war leer. Deshalb läuft die Fahndung nach dem Tatverdächtigen weiter.

SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln beginnt am frühen Morgen

Die Einsatzkräfte sammelten sich gegen 5.30 Uhr zunächst am Zwickauer Damm. Anschließend rückten sie zu dem Mehrfamilienhaus an der Lipschitzallee vor. Neben der Polizei unterstützten Spezialkräfte den Einsatz.

Die Ermittler ordnen die Maßnahmen der Bekämpfung schwerer Schusswaffenkriminalität zu. Dabei spielt die Besondere Aufbauorganisation „Ferrum“ eine zentrale Rolle. Sie geht in Berlin gezielt gegen bewaffnete Gruppen, illegale Waffen und mutmaßliche Strukturen der organisierten Kriminalität vor.

Auch in anderen Fällen beschäftigten Schusswaffendelikte die Hauptstadt zuletzt immer wieder. Einen Überblick über die Entwicklung findest Du im Beitrag zu Schüssen in Berlin.

22-Jähriger soll auf Café an Hermannstraße geschossen haben

Der gesuchte 22-Jährige soll bereits am 2. April 2026 gegen 4.30 Uhr auf ein Café an der Hermannstraße geschossen haben. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nach den bisher bekannten Informationen sechs Personen in dem beleuchteten Lokal auf.

Der Mann soll zwei Schüsse abgegeben haben. Die Projektile schlugen teilweise auf Kopfhöhe ein. Dennoch trafen die Schüsse offenbar niemanden.

Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass der Schütze schwere Folgen zumindest in Kauf genommen haben könnte. Gegen den Tatverdächtigen laufen Ermittlungen wegen versuchten Mordes, räuberischer Erpressung und unerlaubten Waffenbesitzes.

Ähnliche Vorfälle sorgten in Berlin bereits mehrfach für größere Polizeieinsätze. So ermittelte die Polizei nach Schüssen vor einem Lokal in Moabit. Außerdem rückten Spezialkräfte nach einer Bedrohungslage in Hellersdorf aus.

Ermittler prüfen möglichen Zusammenhang mit Schutzgelderpressung

Nach den bisherigen Erkenntnissen könnte die Tat mit einer Schutzgelderpressung zusammenhängen. Der Verdächtige soll für die Tat aus der Türkei nach Deutschland gekommen sein. Die Ermittler prüfen deshalb auch mögliche Verbindungen zu größeren kriminellen Strukturen.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat für Verfahren aus diesem Bereich eigens die Ermittlungsgruppe „Telum“ eingerichtet. Sie arbeitet eng mit der BAO „Ferrum“ des Landeskriminalamtes zusammen.

Die Behörden beschäftigen sich bereits seit Monaten intensiv mit Schussabgaben auf Geschäfte, Lokale und andere Objekte. Dabei geht es häufig auch um mögliche Erpressungsversuche sowie Konflikte innerhalb der organisierten Kriminalität.

BAO Ferrum erhöht den Druck auf bewaffnete Gruppen

Die Berliner Polizei hat ihre Maßnahmen gegen Schusswaffenkriminalität deutlich verstärkt. Die BAO „Ferrum“ kontrolliert Personen, Fahrzeuge und bekannte Treffpunkte. Außerdem vollstrecken die Ermittler regelmäßig Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle.

Weitere Fälle zeigen, wie breit das Einsatzspektrum inzwischen ausfällt. In Berlin-Zehlendorf beendete das SEK eine Gefahrenlage. Zudem ermittelt die Polizei nach Schüssen im Anita-Berber-Park.

Auch nach Schüssen auf ein fahrendes Auto in Berlin-Kreuzberg übernahm eine Mordkommission die Ermittlungen.

Gesuchter bleibt verschwunden

Der aktuelle SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln führte zunächst nicht zur Festnahme des 22-Jährigen. Die Einsatzkräfte fanden ihn nicht in der durchsuchten Wohnung. Deshalb setzen die Ermittler ihre Fahndung fort.

Weitere bestätigte Informationen zu Maßnahmen gegen Schusswaffenkriminalität veröffentlicht die Polizei Berlin. Informationen zu den Ermittlungen der Justiz stellt außerdem die Staatsanwaltschaft Berlin bereit.

Weitere aktuelle Blaulichtmeldungen aus Deutschland findest Du außerdem auf Blaulicht-Deutschland.

Der SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln zeigt erneut, wie intensiv Polizei und Staatsanwaltschaft gegen mutmaßliche Schusswaffen- und Erpressungsdelikte vorgehen. Gleichzeitig bleibt die Fahndung nach dem gesuchten 22-Jährigen vorerst offen.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

erstellt mit Hilfe von KI