Polizei fahndet nach Abdul Mohammad Tukhi

29. Juli 2026

Frau unter Kinderbett versteckt !

Mehrere Jahre nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt in München läuft die Fahndung nach Abdul Mohammad Tukhi weiterhin. Der inzwischen gesuchte Tatverdächtige soll seine 34-jährige Ehefrau im November 2020 getötet und anschließend unter einem Kinderbett in der gemeinsamen Wohnung versteckt haben. Danach setzte er sich nach Erkenntnissen der Ermittler vermutlich ins Ausland ab.

Gegen den aus Kabul stammenden Mann besteht ein Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Außerdem hat das Bayerische Landeskriminalamt für Hinweise aus Deutschland, die zu seiner Ergreifung führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt.

Familienangehörige meldeten das Ehepaar als vermisst

Der Fall begann am Dienstag, 17. November 2020. In den Abendstunden meldeten Angehörige eine damals 34-jährige Münchnerin bei der Polizei als vermisst. Zuvor hatte ihr 41-jähriger Ehemann den Familienmitgliedern telefonisch mitgeteilt, dass das Paar gegen Mittag gemeinsam einkaufen gehen wolle.

Danach waren jedoch sowohl die Frau als auch ihr Ehemann verschwunden. Außerdem konnten die Angehörigen beide nicht mehr telefonisch erreichen. Deshalb wandten sie sich schließlich an die Polizei.

Eine erste Überprüfung der gemeinsamen Wohnung sowie umfangreiche Suchmaßnahmen brachten zunächst keine Erkenntnisse. Als Ermittler die Wohnung am Mittwoch, 18. November 2020, erneut kontrollierten, entdeckten sie allerdings Blutspuren.

Zahlreiche Blutspuren deuteten auf eine Gewalttat hin

Daraufhin untersuchten Spezialisten die gesamte Wohnung am folgenden Donnerstag ausführlich. Mithilfe chemischer Verfahren konnten sie zahlreiche weitere Blutspuren sichtbar machen. Diese Spuren deuteten nach Angaben der Ermittler auf eine schwere Gewalttat hin.

Wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts übernahm die Mordkommission des Polizeipräsidiums München am Freitag, 20. November 2020, die weiteren Ermittlungen. Noch am selben Tag erließ ein Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den Ehemann.

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Leiche der 34-Jährigen unter einem Kinderbett entdeckt

Bei einer gründlichen Durchsuchung der Wohnung machten die Einsatzkräfte schließlich eine schreckliche Entdeckung. Unter einem Kinderbett fanden sie die versteckte Leiche der 34-jährigen Frau.

Eine anschließende Obduktion im Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München bestätigte, dass die Münchnerin durch Stiche in den Oberkörper getötet worden war. Nach dem damaligen Ermittlungsstand soll ihr Ehemann anschließend aus Deutschland geflüchtet sein.

Wer ist der gesuchte Abdul Mohammad Tukhi?

  • Familienname: Tukhi
  • Vorname: Abdul Mohammad
  • Geburtsdatum: 31. Dezember 1978
  • Geburtsort: Kabul, Afghanistan
  • Staatsangehörigkeit: afghanisch

Die Behörden suchen Abdul Mohammad Tukhi weiterhin wegen des Verdachts, seine Ehefrau getötet und deren Leichnam anschließend in der gemeinsamen Wohnung versteckt zu haben. Dabei gilt ausdrücklich die Unschuldsvermutung. Diese gilt so lange, bis eine mögliche Schuld in einem rechtskräftigen Gerichtsverfahren festgestellt wurde.

Bis zu 10.000 Euro Belohnung für entscheidende Hinweise

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise aus Deutschland, die zur Ergreifung des Gesuchten führen, eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt. Die Auszahlung und Verteilung erfolgen unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Belohnung richtet sich nicht an Personen, zu deren beruflichen Pflichten die Verfolgung von Straftaten gehört.

Personen, die Angaben zum aktuellen Aufenthaltsort von Abdul Mohammad Tukhi machen können, sollen sich beim Polizeipräsidium München melden. Das gilt ebenfalls für Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort außerhalb Deutschlands.

Hinweise an die Mordkommission München

Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, unter der Telefonnummer 089/2910-0 entgegen. Darüber hinaus können sich Zeuginnen und Zeugen an jede andere Polizeidienststelle wenden. Aktuelle offizielle Informationen zur Fahndung stellt auch das Bundeskriminalamt bereit.

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