Bundespolizei kontrolliert bayerische Bahnhöfe

30. Juli 2026
Symbolbild

Messer, Pfeffersprays und Schreckschusspistole sichergestellt

Die Bundespolizei ist am vergangenen Wochenende vom 24. bis 26. Juli 2026 erneut gezielt gegen Gewaltkriminalität an Bahnhöfen vorgegangen. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion München kontrollierten die Einsatzkräfte mehrere große Bahnhöfe in Bayern. Dabei waren zeitweise mehr als 180 Beamtinnen und Beamte gleichzeitig im Einsatz.

Die Kontrollen fanden an den Bahnhöfen München Hauptbahnhof, München-Ost, Nürnberg, Regensburg, Würzburg und Aschaffenburg statt. Ziel des Schwerpunkteinsatzes war es, Gewalttaten zu verhindern, gesuchte Personen festzustellen und verbotene beziehungsweise gefährliche Gegenstände aus dem Verkehr zu ziehen.

539 Personen an bayerischen Bahnhöfen kontrolliert

Während des Einsatzes überprüfte die Bundespolizei insgesamt 539 Personen. Dadurch erzielten die Beamtinnen und Beamten 21 Fahndungstreffer. Außerdem führten sie 62 sogenannte Gefährderansprachen durch. Dabei sprechen Einsatzkräfte Personen gezielt an, wenn konkrete Anhaltspunkte für mögliche Störungen oder Straftaten bestehen.

Darüber hinaus erteilte die Bundespolizei 56 Platzverweise. Die betroffenen Personen mussten den jeweiligen Bahnhof oder einen bestimmten Bereich verlassen. Außerdem stellten die Einsatzkräfte insgesamt zwölf Gegenstände sicher. Dazu gehörten unter anderem Messer, Pfeffersprays sowie eine Schreckschusspistole.

Verstöße gegen Waffenverbote festgestellt

An den sechs kontrollierten Bahnhöfen galten Allgemeinverfügungen der Bundespolizei. Diese untersagten das Mitführen von Waffen und gefährlichen Gegenständen. Dennoch stellten die Einsatzkräfte elf Verstöße gegen diese Vorgaben fest.

Zusätzlich leiteten die Beamtinnen und Beamten sechs Ermittlungsverfahren wegen verschiedener Gewaltdelikte ein. Die Maßnahmen sollen insbesondere das Sicherheitsgefühl von Reisenden, Pendlern und Beschäftigten an den Bahnhöfen stärken. Gleichzeitig will die Bundespolizei mögliche Täter frühzeitig erkennen und Straftaten verhindern.

Bundespolizei setzt Kontrollen fort

Bahnhöfe gehören zu den Orten, an denen täglich besonders viele Menschen aufeinandertreffen. Deshalb können Konflikte, Alkoholkonsum oder das Mitführen gefährlicher Gegenstände schnell zu riskanten Situationen führen. Kontrollen und sichtbare Polizeipräsenz sollen daher eine abschreckende Wirkung entfalten.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass die genannten Zahlen auf einem Sondermeldedienst beruhen. Im Rahmen einer späteren Qualitätssicherung können sich einzelne statistische Angaben noch verändern.

Weitere Meldungen zu Polizeieinsätzen, Kontrollen und Fahndungen finden Sie auch bei Blaulicht Deutschland. Informationen zu den Aufgaben der Bundespolizei gibt es außerdem auf der offiziellen Internetseite der Bundespolizei.

Internationale Polizei- und Einsatzmeldungen finden Sie zudem auf police-report-worldwide.de.