CSD Berlin – Berlin: Polizei sucht 21-jährigen Tatverdächtigen
26. Juli 2026
Nach tödlichem CSD-Anschlag in Berlin: Polizei sucht 21-jährigen Tatverdächtigen
Berlin. Nach dem mutmaßlichen Anschlag am Rande des Christopher Street Days in Berlin läuft die Fahndung nach einem 21 Jahre alten Tatverdächtigen weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen öffentlich nach Abdul B. Die Ermittler warnen davor, den möglicherweise bewaffneten Mann anzusprechen oder selbst festzuhalten.
Der schwere Vorfall ereignete sich am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, gegen 22 Uhr im Bereich des Berliner Tiergartens. Ein Fahrzeug fuhr dort in eine Menschengruppe. Eine Frau kam ums Leben. Außerdem wurden mindestens 16 weitere Menschen verletzt. Mehrere Betroffene erlitten schwere oder sogar lebensbedrohliche Verletzungen.
Öffentliche Fahndung nach Abdul B.
Inzwischen haben die Behörden eine öffentliche Fahndung nach dem 21-jährigen Abdul B. eingeleitet. Der Gesuchte soll etwa 1,90 Meter groß sein und eine schlanke Statur haben. Darüber hinaus beschreiben ihn die Ermittler mit schwarzen Haaren. Zuletzt soll er einen schwarzen Kapuzenpullover und eine weiße Hose getragen haben.
Da der Tatverdächtige möglicherweise bewaffnet und gefährlich ist, bittet die Polizei um besondere Vorsicht. Wer den Mann sieht, sollte Abstand halten und sofort den Notruf 110 wählen. Gleichzeitig sollen Zeuginnen und Zeugen weder Kontakt aufnehmen noch eigene Maßnahmen ergreifen.
Rolle des Gesuchten wird weiter untersucht
Ob der 21-Jährige das Fahrzeug tatsächlich selbst steuerte, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Dennoch steht er im dringenden Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Das stark beschädigte Tatfahrzeug blieb nach dem Geschehen zurück und wurde von der Polizei sichergestellt.
Kriminaltechniker untersuchen den Wagen nun auf mögliche Spuren. Außerdem werten die Ermittler Videoaufnahmen, Fotos und Zeugenaussagen aus. Dadurch wollen sie nicht nur den genauen Ablauf rekonstruieren, sondern auch klären, ob weitere Personen an der Tat beteiligt waren.
Ermittlungen wegen eines möglichen Terroranschlags
Nach den bislang veröffentlichten Informationen ist der Tatverdächtige bereits polizeibekannt. Zudem soll er dem islamistischen Spektrum zugerechnet werden. Die zuständigen Behörden prüfen deshalb, ob ein extremistisches Motiv hinter der Tat steht. Eine abschließende Bewertung liegt allerdings noch nicht vor.
Wegen der gefährlichen Lage brachen die Veranstalter die Abschlussveranstaltung des Berliner CSD vorzeitig ab. Besucherinnen und Besucher sollten das Gelände ruhig verlassen und den Bereich rund um die Siegessäule sowie den Tiergarten meiden. Gleichzeitig sperrten Einsatzkräfte mehrere Straßen und Wege weiträumig ab.
Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise
Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Gesuchten machen können, sollen sich umgehend bei der Polizei Berlin melden. In dringenden Fällen gilt weiterhin der Notruf 110. Relevante Foto- oder Videoaufnahmen sollten nicht öffentlich verbreitet, sondern direkt den Ermittlungsbehörden übergeben werden.
Weitere Meldungen zu größeren Polizeieinsätzen, Fahndungen und Unglücksfällen finden Leserinnen und Leser bei Blaulicht Report MYK. Internationale Polizeimeldungen und Sicherheitsberichte gibt es außerdem bei Police Report Worldwide.
Für den genannten Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Eine Schuld steht erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung fest.